22.04.09 Tag V
Der Tag begann in der Schule, wo wir uns alle trafen um das erste Mal den Unterricht zu besuchen. Leider hatten wir nur eine Stunde, in der in meiner Klasse Geografie unterrichtet wurde. Der Geografie-Fachraum war mit zahlreichen Landkarten bestückt und mit einem Beamer ausgestattet, auf dessen Projektionsfläche der Großteil des Unterrichts stattfand. Ohne mich befanden sich in dem Raum gerade einmal sechs Schüler, die alle vom Lehrer in den Unterricht integriert wurden. Um 9Uhr gab es dann, wie es hier an jedem normalen Schultag üblich ist, ein großes, gemeinsames Frühstück mit der ganzen Schule in der Mensa. Danach machte die deutsche Gruppe sich auf, das Höhlenkloster zu besuchen. Eine einzigartige Anlage die zu Recht auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe ausgeschildert ist. Der Name stammt übrigens von den vielen unterirdischen Trakten, in denen die Mönche zu einer Zeit gelebt haben, als die christliche Religion nicht öffentlich gelebt werden durfte (vgl.: Frühes Christentum in Rom). Nach der Führung machten wir einen Spaziergang durch den Park und kehrten anschließend mit der U-Bahn zurück ins Lyzeum um unser verspätetes Mittagessen einzunehmen. Eigentlich befinde ich mich die ganze Zeit in einem Park. Ein amerikanischer Schriftsteller schrieb einst Folgendes über die Stadt Kiew: „Ich habe schon viele Parks in Städten gesehen, doch dies ist das erste Mal, dass ich eine Stadt im Park sehe“. In der Tat ist die Stadt sehr grün. Auf der Stadtfläche, die sich auf gigantische 839km^2 beläuft, gibt es alleine über zwei Millionen Kastanienbäume, kein Wunder, dass ein blühendes Kastanienblatt das Stadtwappen bildet. Natürlich sind Kastanienbäume nicht die einzigen Pflanzen. Es gibt es eine einzige Straße, die nicht irgendwie begrünt ist und dies hat einen guten Grund: Es war früher die Haupthandelsstraße. Die vielen Bäume verdeckten die Schilder der Geschäfte, weshalb sich eine Szene erhob, deren Anliegen es war die Bäume ab zu holzen, was sie letztendlich durchsetzte.
Ein weiteres Highlight während unserem Ausflug war die „Muttter-Heimat“-Statue, die mit ihrem Sockel sogar die Freiheitsstatue der vereinigten Staaten überragt und aus exklusivem Titan gefertigt ist. Einige Kiewer finden jedoch, dass sie nicht ins Stadtbild passt, weshalb sie umgangssprachlich oft „das Weib“ gerufen wird. Ich empfand sie als weniger störend und sehr imposant.
Den Nachmittag vertrieben wir uns mit einem Tanzworkshop (zur Erinnerung: An der Schule ist eine Tanzlehrerin engagiert, Tanzen zählt als Unterrichtsfach), der von der „Tea-Time“, die wir ebenfalls in der Mensa einnahmen, unterbrochen und anschließend fortgesetzt wurde. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir wunderbares Wetter genießen und mit ein bisschen Glück noch die Kastanien-Blüte (von der viele hier schwärmen) miterleben können.
Ein weiteres Highlight während unserem Ausflug war die „Muttter-Heimat“-Statue, die mit ihrem Sockel sogar die Freiheitsstatue der vereinigten Staaten überragt und aus exklusivem Titan gefertigt ist. Einige Kiewer finden jedoch, dass sie nicht ins Stadtbild passt, weshalb sie umgangssprachlich oft „das Weib“ gerufen wird. Ich empfand sie als weniger störend und sehr imposant.
Den Nachmittag vertrieben wir uns mit einem Tanzworkshop (zur Erinnerung: An der Schule ist eine Tanzlehrerin engagiert, Tanzen zählt als Unterrichtsfach), der von der „Tea-Time“, die wir ebenfalls in der Mensa einnahmen, unterbrochen und anschließend fortgesetzt wurde. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir wunderbares Wetter genießen und mit ein bisschen Glück noch die Kastanien-Blüte (von der viele hier schwärmen) miterleben können.
Bis dahin viele Grüße aus Kiew
Daniel K.
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