Montag, 31. August 2009
Wochenende in Kiew
Sonntag, 30. August 2009
Halbzeit in Kiew
Freitag, 28. August 2009
Eine große Stadt ganz klein
Mittwoch, 26. August 2009
Tag V
Ein weiteres Highlight während unserem Ausflug war die „Muttter-Heimat“-Statue, die mit ihrem Sockel sogar die Freiheitsstatue der vereinigten Staaten überragt und aus exklusivem Titan gefertigt ist. Einige Kiewer finden jedoch, dass sie nicht ins Stadtbild passt, weshalb sie umgangssprachlich oft „das Weib“ gerufen wird. Ich empfand sie als weniger störend und sehr imposant.
Den Nachmittag vertrieben wir uns mit einem Tanzworkshop (zur Erinnerung: An der Schule ist eine Tanzlehrerin engagiert, Tanzen zählt als Unterrichtsfach), der von der „Tea-Time“, die wir ebenfalls in der Mensa einnahmen, unterbrochen und anschließend fortgesetzt wurde. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir wunderbares Wetter genießen und mit ein bisschen Glück noch die Kastanien-Blüte (von der viele hier schwärmen) miterleben können.
Dienstag, 25. August 2009
Eine Schule im Herzen der Stadt
Montag, 24. August 2009
Der Kulturschock – das Aus für meine Kiew-Reise?
Sonntag, 23. August 2009
Ganz großes Kino – diesmal in der Oper!
19.04.09 Tag II
Ganz großes Kino – diesmal in der Oper!
Bis spät in die Nacht schrieb ich an meinem ersten Bericht und noch viel länger dauerte es, bis ich endlich einschlafen konnte. Das ungewohnte Bett und die vielen neuen Dinge ließen mich nicht schlafen. Nicht sehr spät widerum war es, als ich aufwachte – leider.
Nachdem ich gestern einfach drauf los geschrieben habe, hier erstmal ein paar Informationen über unseren Austausch: Die Europaschule arbeitet dabei mit einer Privatschule, die sehr exklusiv im Stadtzentrum gelegen ist, zusammen. Hat man nichts zu tun und möchte sich einen Überblick verschaffen, wie viele Schüler diese Schule zu bieten hat, kann ich dies nicht als langfristige Freizeitbeschäftigung empfehlen, da man bei ca. 200 im nüchternem, Drogen freien Zustand schon zu Ende gezählt haben sollte.
Die Schule ist aber nicht nur klein, sondern auch teuer. Da es sich hier um eine Privatschule handelt, liegt es an den Erziehungsberechtigten das Schulgeld aufzubringen. Dies sollte dem ein oder anderen erklären, warum es heute schon wieder Kaviar zum Frühstück gab – diesmal auf Pfannkuchen.
So begann also mein Tag. 6Uhr aufgewacht, drei Stunden die Zeit totgeschlagen, extravagant gefrühstückt, um anschließend in den Genuss einer Stadtführung zu kommen. Unsere Gasteltern hatten einen kleinen Bus, sowie einen deutschsprachigen Führer gemietet. Wir besichtigten ca. zehn der über 50(!) Kirchen aus direkter Nähe, die Regierungsgebäude, diverse Statuen und noch viel mehr. Unser Reiseleiter war gut verständlich, wusste auch auf kritische Nachfragen gute Antworten zu geben und machte auf mich einen sehr positiven Eindruck. Wir wurden mit Informationen überflutet, obwohl er sich auf die wichtigsten Dinge beschränken wollte. Alles behält man nie, aber einige interessante Fakten habe ich mir (bis jetzt) gemerkt.
Die vielen Stunden in denen wir nicht nur Auto fuhren, sondern auch zu Fuß unterwegs waren vergingen schnell und machten hungrig. Nett, dass wir in ein edles, stilechtes Restaurant eingeladen wurden, was mir schon bei Nahe unangenehm war.
Doch das eigentliche Highlight des Tages bestand in dem Besuch des Opernhauses. Ganz unten, in der zweiten Reihe saßen wir und durften über zwei Stunden lang das russisch-/ukrainische National-Ballett mit ihrer Vorführung des berühmten Schwanensee (Swanlake) bestaunen.
So etwas kenne ich nur aus dem Fernsehen, das live aus direkter Nähe zu erleben war eine besondere Ehre. Ich konnte dem Dirigenten, der das Orchester koordinierte, direkt über die Schultern schauen.
Hier trafen wir dann in der Zwischenpause auf Frau Meyer und Herrn Schmidt, sowie ein weiteres deutsches Kind mit ihrer Austauschpartnerin. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Nach diesem Tag bin ich so müde, dass ich gleich mit nahezu an unendlich grenzender Wahrscheinlichkeit gut und sicher schlafen kann.
Gute Nacht aus Kiew,
Daniel K.
Samstag, 22. August 2009
Die Anreise - Über pinke Flugzeuge und andere Katastrophen Tag1
20 Minuten zu früh erreiche ich den örtlichen Bahnhof. Die Sonne lacht, die Vögel zwitschern, alles weist auf einen wunderbaren Tag hin. Das erste mal durch atmen, nach zwei mehr oder weniger stressigen Tagen. Langsam trödeln auch meine Mitfahrer ein.
Auf Grund der problematischen Tatsache, dass sich ein Reisepass einer Schülerin noch im Fach von Frau Meyer - sprich in der Schule - befand, lag es an Herrn Schmidt die Gruppe mit der Bahn (die natürlich Verspätung hatte) voraus fahren zu lassen und währenddessen sich in das Schulgebäude einzuschleusen und die wichtigen Dokumente in seinen Besitz zu bringen, um anschließend mit dem PKW nachzukommen.
Nach einer unproblematisch verlaufenden Umsteigeaktion in Köln Deutz gab es dann ein mehr oder weniger fröhliches Wiedersehen am Köln-Bonner Flughafen. Nachdem alle die wachsamen Wärter mit ihren piepen- und blinkenden Spielzeugen passiert hatten, das Gepäck vermessen und verwogen war, ging es auch für uns ins Flugzeug. Während ich besonders das Gefühl beim Start und der Landung genoss, über den Wolken im siebten Himmel schwebte und mich von den schicken Stewardessen mit kostenlosem „Orangejuice“ (Wasser mit Zucker und gelber Farbe) und ebenfalls freiem „Kaffee“ (heißes Wasser mit Zucker und brauner Farbe) verwöhnen ließ, machte mein Sitznachbar Gebrauch von den lustigen, weißen Tüten, von denen ich ursprünglich eine aufblasen und anschließend zerplatzen lassen wollte (was ich aus aktuellen politischen Gründen natürlich nicht gewagt hätte. Die Angst vor Terrorismus ist bei vielen Leuten present). Möglicherweise fühlte mein Sitznachbar sich einfach wegen der klatsch-pinken Lackierung des Flugzeugs unwohl, oder wie ich sich in diesem Barbie-Flugzeug in seiner Männlichkeit beschränkt. Das Personal, das noch schneller als eine berüchtigte Viva-Moderatiorin sprach und die Ansagen auf russisch und englisch verkündete (wobei zu bemerken ist, dass das Englisch mit einem starken russischen Akzent durchsetzt war und die Briten es vermutlich für eine neu aufgekommene Fremdsprache halten würden), machte einen sehr routinierten Eindruck. Ja, es wirkte schon bei Nahe gelangweilt!
Wie auch immer: Die zweieinhalb Stunden in der Luft vergingen wahrlich wie im Fluge. In Kiew wurde uns ein eigener Shuttle-Bus zur Verfügung gestellt, da Herr Schmidt es nicht hinnehmen wollte oder konnte, dass seine Herde zerrissen wird. So gelangten wir alle froh, munter und sogar trocken in den Ankunftshallen des Flughafens. Dort warteten wir dann auf unser Gepäck, dass in etwa so pünktlich, wie die deutsche Bahn bei uns eintraf.
Frohen Mutes schritten wir am Zoll vorbei, die Wachmänner konnten uns gerade einmal hinterher sehen, als wir auch schon von einer sympathischen jungen Frau und vielen Kiewer-Kindern in Empfang genommen wurden. Von dort an trennten sich unsere Wege. Ich bin zusammen mit Oliver in einer Familie untergebracht. Am Flughafen wurden wir vom Privatchauffeur in einem mit verdunkelten Fenstern ausgestattetem Mercedes und unseren beiden Austauschpartnern in einen Vorort von Kiew gefahren.
Wir passierten das sich von selbst öffnende Tor und standen vor einer Villa, die wahrscheinlich sogar Dieter Bohlen neidisch machen würde. Nach einem herzlichen Willkommen von den Eltern wurde mir mein eigenes Zimmer gezeigt, dass neben einem Balkon mit einem LCD-Fernseher, einem Bad und einem traumhaften Bett ausgestattet ist. Als „Mitternachtssnack“ gab es dann noch nach Austausch der Gastgeschenke Toastbrot mit Kavier. Es wurde ein bisschen erzählt und nun liege ich auf meinem Bett, bin aufgeregt auf die bevorstehenden Tage und schreibe an diesem Bericht, um die vielen Erfahrungen erst einmal selbst zu verarbeiten.
In dem Sinne gute Nacht, schlaft schön und träumt alle was Süßes!
Viele Grüße aus Kiew,
euer Daniel K.